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M.I.N.T.

 

MINT - Was ist das? MINT - Zukunft schaffen
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Präambel
Der Fachkräftemangel in den MINT-Qualifikationen in Deutschland entwickelt sich immer mehr zu einer Wachstums- und Innovationsbremse und gefährdet den Wirtschaftsstandort. Die not-wendige Stärkung von MINT-Kompetenzen betrifft alle Bildungsbereiche, von der frühkindlichen Bildung über die allgemeinbildende Schule, die Berufsbildung, die Hochschule und die berufliche Weiterbildung. Jedoch gilt es angesichts der in den kommenden Jahren bis etwa 2012 zu erwartenden steigenden Studierendenzahlen, schnell und effektiv in einem beherrschbaren Zeitraum diesem Fachkräftemangel entgegen zu wirken und mehr junge Menschen für ein Studium von MINT-Fächern zu begeistern bzw. zu einem Studienabschluss in einem MINT-Fach zu führen. Die Zielgruppen sind damit einerseits Schüler ab Klasse 8 und deren Lehrkräfte sowie andererseits Studierende. Die deutsche Wirtschaft formuliert vor diesem Hintergrund für die Bereiche Schule und Hochschule die Benchmarks für das Jahr 2015 mit Forderungen insbesondere an die Politik und eigenen Zusagen. Einleitend gilt es, wichtige Elemente zukunftsorientierter Bildungspolitik als aktiver Sozial- und Standortpolitik hervorzuheben:

• Der Anteil der staatlichen Ausgaben für bzw. Investitionen in den Bildungsbereich und hier ins-
  besondere in die quantitative und qualitative Steigerung der MINT-Bildung ist deutlich zu  erhöhen.

• MINT-Bildung ist der Kernbestand der technologischen Innovationskraft und damit  unverzichtbarer
  Bestandteil des Bildungskanons. MINT-Bildung führt zu einem  verantwortungsbewussten Umgang
  mit neuen Technologien, einer gegenüber neuen  Technologien aufgeschlossenen Haltung und ist
  damit die Basis für ein positives Innovationsklima.
 


• Bildung liegt nicht allein in den Händen von Schulen und Hochschulen, sondern ist auch eng mit
  dem Elternhaus und dem sozialen Umfeld von Kindern und Jugendlichen verknüpft. Hier gilt es,
  die Verantwortlichkeiten eindeutig zu adressieren.
 

• Die deutsche Wirtschaft braucht die „besten Köpfe” ebenso wie die guten Köpfe – auch und
  gerade in den MINT-Qualifikationen. Über die „Olympioniken” hinaus besteht auf breiter Front
  Bedarf an gut ausgebildeten Ingenieuren und Naturwissenschaftlern mit hoher
  Arbeitsmarktkompetenz.

• Die notwendigen Reformen im Bildungsbereich müssen dem Grundsatz „Gezielt Fördern statt
  Selektieren” folgen. Gerade vor dem Hintergrund des demografischen Wandels kann es sich
  Deutschland nicht länger erlauben, junge Menschen auf dem Bildungsweg zurückzulassen. Die
  Fähigkeiten und Fertigkeiten der Einzelnen entscheiden sowohl über den volkswirtschaftlichen
  Wohlstand als auch über individuelle Teilhabechancen an der Gesellschaft.

Die Initiative der Wirtschaft setzt klare Benchmarks. Wir stellen anspruchsvolle Anforderungen an die Bildungsinstitutionen und an die Politik. Ebenso eindeutig benennen wir den eigenen Beitrag der Wirtschaft. Wir adressieren Schulen bzw. Hochschulen und die Politik gemeinsam, um deutlich zu machen, dass weder die Institutionen noch die politischen Entscheidungsträger die notwendigen Reformen getrennt voneinander durchsetzen können. Auf der politischen Ebene werden primär die Bundesländer angesprochen, der Bund sollte die entsprechenden Vorhaben und Anstrengungen der Länder zielgerichtet unterstützen.

Quelle: www.mintzukunft.de